Der Ätna
Dreitausenddreihundert Meter tätiger Vulkan, und es führt eine Seilbahn hinauf.
Der Ätna ist der höchste tätige Vulkan Europas und einer der meistuntersuchten der Welt. Seine Höhe ändert sich mit jedem Ausbruch und lag in den letzten Jahren um dreitausenddreihundertfünfzig Meter. Er bricht häufig aus, fast immer ohne Gefahr für die Ortschaften, und die Ströme kommen meist in der Valle del Bove zum Stehen, der großen Senke an der Ostflanke.
Rund um den Vulkan leben eine Million Menschen, und die Lava ist zum Baustoff geworden: Catania ist aus schwarzem Lavastein wiederaufgebaut, die Feldmauern sind aus Lava, und die Weinberge am Ätna wachsen auf vulkanischem Boden, der Weine hervorbringt, wie es sie sonst nirgends auf Sizilien gibt.
Wie man hinaufkommt
Von der Südseite fährt man mit dem Auto zum Rifugio Sapienza auf neunzehnhundert Meter; von dort bringt eine Seilbahn auf zweitausendfünfhundert, und geführte Geländewagen fahren höher. Auch ohne hinaufzufahren kann man die Silvestri-Krater umrunden, die neben dem Parkplatz liegen und einen Eindruck geben. Auf der Nordseite, ab Piano Provenzana, steigt man zwischen Kiefern auf, und der Schnee bleibt länger.
In der Höhe wechselt das Wetter schnell, und es ist auch im August kalt: man braucht eine Jacke, und Turnschuhe halten auf dem Lavasand nicht lange. Vor der Abfahrt prüft man besser den Aktivitätsstand, denn bei Ausbrüchen werden die hohen Lagen gesperrt.