Das Tal der Tempel
Ein Kamm mit zehn dorischen Tempeln darauf, und einer davon fast vollständig.
Akragas wurde 582 vor Christus gegründet und war im fünften Jahrhundert eine der reichsten Städte der griechischen Welt: Pindar nannte sie die schönste unter den Städten der Sterblichen. Aus jener Zeit sind die Tempel geblieben, aufgereiht auf einem Kamm mit Blick aufs Meer, in einem archäologischen Gebiet von dreizehnhundert Hektar, dem größten der Welt.
Der Concordia-Tempel ist fast unversehrt, und das nicht zufällig: im sechsten Jahrhundert nach Christus wurde er in eine Kirche umgewandelt, und das rettete ihn vor dem Abbruch. Die anderen sind unterschiedlich erhalten: der Hera-Tempel hat noch seine Säulenreihe, der des Zeus war der größte je gebaute dorische Tempel und ist heute ein Feld aus Blöcken mit einem sieben Meter langen Telamon am Boden.
Wie man besichtigt
Der Weg ist ein paar Kilometer lang, leicht abschüssig und ohne Schatten: im Sommer geht man am besten zur Öffnung oder am späten Nachmittag, und im Sommer bleibt das Gelände auch abends mit beleuchteten Tempeln geöffnet. Das Kombiticket schließt den Garten Kolymbethra ein, einen Zitrushain in einem antiken Steinbruch, den kühlsten Ort des Tals.
Das archäologische Museum liegt auf halbem Weg zwischen den Tempeln und der Stadt und enthält den wieder zusammengesetzten Telamon. Campingplätze gibt es in der Provinz Agrigent keine: man kommt tagsüber von der Küste bei Sciacca, aus dem Gebiet von Ragusa oder aus dem von Trapani.